Hirnkontusionen / traumatisches Hirnödem

HirnkontusionBei einem schweren Schädelhirntrauma kann es neben den o. beschriebenen Blutungstypen auch zu diffusen Einblutungen in das Gehirn kommen, welche von einer nicht unerheblichen Schwellung des Gehirns begleitet werden. In diesen Fällen wird eine Drucksonde in das Gehirn eingelegt, um den Druck im Kopf kontinuierlich zu messen. Dies geschieht beim Patienten im künstlichen Koma unter kontinuierlicher Überwachung auf der Intensivstation. Je nach Verlauf des Druckes im Gehirn müssen dann drucksenkende Maßnahmen ergriffen werden. Als letzte Möglichkeit bleibt die Entfernung der Schädelkalotte auf einer, ggf. auch auf beiden Seiten, um eine Druckentlastung innerhalb des Schädels zu erreichen. Nach einer solchen Kraniektomie wird zunächst der Verlauf abgewartet, der entnommene Knochendeckel wird tiefgefroren und nach einem Zeitraum von ca. drei Monaten in einer zweiten Operation wieder reimplantiert.