Chronisch subdurales Hämatom

chronischesSubduralhaeDas chronische Subduralhämatom ist typischerweise eine Erkrankung des älteren Menschen und tritt gehäuft bei Patienten auf, welche blutverdünnende Medikamente nehmen. Häufig nach einem leichten, manchmal gar nicht mehr erinnerlichem Trauma kommt es zum Einriss kleinster Gefäße an der Hirnoberfläche. Die so entstandene Blutung bedingt ein zunehmendes „Ausschwitzen“ eiweißreicher Flüssigkeit im Verlaufe der nächsten Tage und Wochen, ggf. sogar Monate. Dies führt dann wiederum zur Bildung von Membranen innerhalb des entstehenden Hohlraums, aus denen es dann immer wieder bluten kann und so eine langsam zunehmende raumfordernde Blutung entsteht.

Je nach Größe dieses Hämatoms und der begleitenden Symptome ist eine operative Therapie indiziert. Diese umfasst in einfachen Fällen eine Bohrlochtrepanation, d. h. ein Loch wird in den Schädelknochen gebohrt, die harte Hirnhaut wird punktförmig eröffnet und das darunter liegende Hämatom wird über einen Schlauch über mehrere Tage abgelassen. In komplexeren Fällen muss aber der Schädel größerflächig eröffnet werden, um auch die genannten Membranen im Hämatom lösen zu können.

Die Prognose eines chronischen Subduralhämatoms hängt häufig von den Begleiterkrankungen des Patienten ab, Rezidive in den ersten Wochen und Monaten nach der primären Behandlung sind allerdings recht häufig.