Herzschrittmacher/Defibrillatoren

Der Herzschrittmacher

Der Herzschrittmacher dient dazu das Herz vor einem langsamen Herzschlag zu schützen (Bradykardie). Hierbei können verschiedene Bestandteile der Impulsentstehung bzw. Reizleitung geschädigt sein. Zum einen braucht das Herz einen Taktgeber damit es in der richtigen Geschwindigkeit schlägt, den sog. Sinusknoten. Zum anderen wird dieser Impuls über den Vorhof und den sog. AV Knoten als Leitungsbahn in die Kammer geleitet. Alle diese Strukturen können
verändert sein, was zu einem zu langsamen Herzschlag führt.

Der Schrittmacher verfügt über „Fühler“ (sog. Sonden), die erkennen ob die Herzfrequenz richtig oder zu langsam ist. Über die Fühler können auch elektrische Impulse abgegeben werden, die zu einem Herzschlag führen.

In der Schrittmacherambulanz können alle in Deutschland üblichen Schrittmacherfabrikate abgefragt werden (z.B. Biotronik, CPI, Ela, Intermedics, Medtronic, Pacesetter, Siemens, St. Jude Medical, Teletronics, u.a.).

Der Defibrillator

Patienten mit einer Herzmuskelschwäche oder nach einem Herzinfarkt haben ein erhöhtes Risiko an einem plötzlichen Herztod aufgrund einer Herzrhythmusstörung zu sterben. Neben der medikamentösen Therapie werden diese Patienten daher mit einem Defibrillator behandelt.

 
Das ist ein kleines Aggregat, das ähnlich wie ein Herzschrittmacher unter die Haut implantiert wird und bei plötzlichem, lebensgefährlichem Herzrasen einen kurzen Stromstoß abgibt, der dann die Rhythmusstörung beendet.

Zur Zeit werden ca. 550 Patienten mit einem Defibrillator bei uns betreut. Darunter sind auch Patienten mit angeborenen und vererbten Rhythmusstörungen. Dazu kommen ca. 200 Patienten, die einen Defibrillator mit der Möglichkeit einer speziellen biventrikulären Stimulation haben, so dass neben den Rhythmusstörungen gleichzeitig eine Herzschwäche mitbehandelt werden kann.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Implantation von Defibrillatoren mit Home Monitoring. Durch dieses System können ohne Zutun des Patienten täglich Informationen über die technische Integrität des Defibrillators oder über eventuelle Rhythmusstörungen an das Krankenhaus übermittelt werden.

So kann die Behandlung ohne Verzögerung geändert und angepasst werden. Die Patienten mit Home Monitoring Systemen können sich so voll auf die Sicherheit des implantierten Gerätes verlassen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Implantation von modernen MRT tauglichen Geräten. Patienten mit einem Defibrillator können sich gerne auch der Defi Selbsthilfegruppe anschliesen.