Abteilung für Elektrophysiologie

Sehr geehrte Damen und Herren,
die Abteilung für Elektrophysiologie hat sich enorm entwickelt. Die Abteilung ist inzwischen eine der größten Einrichtung für die Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen in Berlin und Brandenburg.

Die Leitung der Abteilung obliegt OA J. Köneke

Im Bereich der interventionellen Elektrophysiologie liegt der klinische und wissenschaftliche Schwerpunkt in der Behandlung des Vorhofflimmerns. Wir freuen uns, Patienten mit Herzrhythmusstörungen aus unserer Region und überregional moderne Diagnostik- und Behandlungsmethoden anbieten zu können und stehen gerne für Fragen zur Verfügung.

Die häufigsten Verödungen werden wegen Vorhofflimmern durchgeführt.

In Deutschland leiden fast 1,8 Millionen Menschen an Vorhofflimmern.

Unbehandelt kann Vorhofflimmern lebens­bedrohliche Folgeerkrankungen nach sich ziehen und Schlaganfälle oder Organ­infarkte auslösen. Die Früherkennung und auch die Einleitung einer optimalen Therapie rücken verstärkt in den Vordergrund.

Die Herzrhythmusstörung ist zwar nicht unmittelbar lebensbedrohlich, kann jedoch schwerwiegende Komplikationen wie beispielsweise den Schlaganfall nach sich ziehen. Denn bei Vorhofflimmern besteht die Gefahr der Bildung von
Blutgerinnseln im Herzen, die sich ablösen und mit dem arteriellen Blutstrom ins Gehirn gelangen können. Dort verstopfen sie ein Blutgefäß, was einen Schlaganfall auslöst.

Mindestens 15 % aller Schlaganfälle sind auf Vorhofflimmern, der häufigsten Herz­rhythmusstörung, zurückzuführen. Das sind fast 40.000 Schlaganfälle pro Jahr in Deutschland. Das Risiko eines Schlaganfalls lässt sich durch blutgerinnungs­hemmende Medikamente in erheblichem Maße verringern. Sofern Patienten bereits bestehende Herzerkrankungen wie etwa eine Herzschwäche haben, kann Vorhof­flimmern das vorgeschädigte Herz zusätz­lich belasten und die Pumpschwäche des Herzens verstärken. Vor diesem Hinter­grund spielt die Früherkennung von Vorhof­flimmern eine wichtige Rolle, um präventive Maßnahmen einleiten zu können.

Rhythmusstörungen sind häufig nicht permanent vorhanden, sondern treten sporadisch auf. Damit man sie erfassen kann muß über einen längeren Zeitraum (24-48 h) ein EKG (Langzeit EKG) aufgezeichnet werden. Manchmal sind die Rhythmusstörungen auch so selten, dass sie auch im LZ-EKG nicht unbedingt erfasst werden. Dann hilft ein so genannter Eventrecorder, der nur aktiviert wird, wenn die Patienten die Symptome verspüren.
Nicht alle Patienten mit VH Flimmern müssen auch verödet werden. Es gibt ganz verschiedene Therapeiansätze
Die folgenden Maßnahmen können sofort eingeleitet werden:
  • eine Schluckecho-Untersuchung (TEE) zum Ausschluss von Blutgerinseln im linken Vorhof
  • eine sogenannte Kardioversion, um die Patienten wieder in einen stabilen Sinus-Rhythmus zu versetzen.
 

In zusammenarbeit mit unseren Ärzten versuchen wir, die für Sie besten Therapien zu finden. Wir freuen uns, Patienten mit Herzrhythmusstörungen aus unserer Region und überregional moderne Diagnostik- und Behandlungsmethoden anbieten zu können und stehen gerne für Fragen zur Verfügung.