Aufklärung / Komplikationen

Komplikationen – kurz erklärt                             28.10.08

 

Vor jeder Operation erfolgt ein ausführliches Aufklärungsgespräch durch den behandelnden Chirurgen.  In diesem Aufklärungsgespräch wird das Operationsverfahren, die Notwendigkeit zur Operation und die Folgen für den Patienten genau erklärt. Für die OP-Aufklärung wird in der Regel ein vorgefertigter Aufklärungsbogen verwendet, der durch handschriftliche Ergänzungen aus dem Aufklärungsgespräch komplettiert wird. Dieser vorgefertigte Bogen wird eingesetzt, damit der Patient umfassend über mögliche Risiken und Komplikationen aufgeklärt wird und so keine Belange der Operation im Aufklärungsgespräch vergessen werden können.

Im Aufklärungsgespräch und im Aufklärungsbogen wird auch über mögliche Komplikationen und Risiken einer Operation berichtet. Auch bei Einsatz aller Vorsorgemaßnahmen und bei gründlichster chirurgischer Technik können Kom­plikationen oder Nebenwirkungen auftreten.

Allgemeine perioperative Komplikationen können dabei sein:

·         Lagerungsschäden

·         Haut- und Gewebeschäden

·         Narbenbrüche

·         Taubheitsgefühl der Haut

·         chronische Schmerzen

·         Allergie oder Überempfindlichkeit

·         Thrombose

·         Embolie

·         örtliche Gewebeschäden

·         Infektion

Auch der Patient selber kann ein so genannter Risikofaktor sein. So konnten zahlreiche Studien nachweisen, dass z. B. Wundheilungsstörungen oder Narbenbrüche häufiger bei Patienten auftreten, die an Diabetes mellitus erkrankt sind, an bösartigen Tumoren leiden bzw. sehr übergewichtig sind.

Auch das Rauchen erhöht die perioperative Komplikationsrate deutlich. So ent-wickeln Nichtraucher eine stabilere Narbe, da der Gehalt an bestimmten Narbenproteinen bei Nichtrauchern 1,8-fach höher ist als bei Rauchern. Auch verringert das Rauchen die Durchblutung und führt damit zur generell schlecht heilenden Wunden im Bereich des Körpers.

Auch die Erhöhung des Druckes im Bauchraum, z. B. bei Lungenerkrankungen oder Bauchwassersucht oder extremem Übergewicht können Risikofaktoren für die Wund-heilung sein.

Besonders schlecht ist die Wundheilung bei Patienten, die einen so genanntes Aortenaneurysma haben, d. h. eine Erweiterung der Bauchschlagader oder von anderen Arterien im Körper, da hier die Kollagensynthese, die auch wichtig für die Narbenbildung und Wundheilung ist, extrem gestört ist.