Forschungsprojekte

Das Hochschulklinikum in Brandenburg mit seiner Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie ist hochspezialisiert. Neben der Patientenversorgung auf hohem Niveau beteiligen wir uns an verschiedenen regionalen und überregionalen Forschungsprojekten. Dabei ist es unser Ziel, die Versorgung unserer Patienten durch die entsprechenden Forschungsprojekte in den nächsten Jahren laufend zu verbessern. Unsere Patienten sollen an allen aktuellen Entwicklungen der Medizin teilhaben können und somit nach dem neuesten Stand therapiert werden.

  1. Qualitätssicherung anhand von DRG-Routine-Daten In diesem Projekt wird untersucht, ob standardmäßig zur Abrechnung erhobene Datensätze dazu geeignet sind, eine automatisierte Qualitätssicherung durchzuführen. Dieses Projekt bearbeiten wir zusammen mit dem Clinotel-Krankenhausverbund, die die Datenanalysen durchführen und uns beratend zur Seite stehen. Ziel dieses Projektes ist eine umfassende zeitnahe Qualitätskontrolle unserer Patienten mit anschließenden Morbiditäts- und Komplikationskonferenzen.

  2. Molekulare Signaturen im kolorektalen Karzinom Bei unseren Patienten mit Dickdarmkrebs werden Gewebeproben entnommen und histologisch und genetisch untersucht. Wir versuchen in Zusammenarbeit mit der Firma Signature in Potsdam, genetische Merkmale für die weitere Entwicklung der Krebserkrankung zu definieren. In Zukunft soll anhand der genetischen Untersuchungen - z.B. vorhergesagt werden, ob ein Tumor auf eine Chemotherapie anspricht und wie hoch das Risiko des Auftretens von Metastasen ist. Erste hinweisende Ergebnisse im Bereich des Brustkrebs lassen auch beim Kolonkarzinom bahnbrechende Erkenntnisse vermuten. Durch die Zusammenarbeit mit anderen großen Kliniken im Land Brandenburg ist es uns möglich im Rahmen dieser Studie sehr schnellgroße Patientenzahlen zu generieren und so relativ schnell eine gute Aussagefähigkeit der Studie zu gewährleisten.

  3. Qualitätssicherung im Rahmen der Magenkarzinome ( Primärtumor ) Diese Studie führen wir mit dem An-Institut für Qualitätssicherung der Otto-von-Gericke-Universität Magdeburg durch. Zahlreiche bundesdeutsche Krankenhäuser beteiligen sich an dieser Studie. Die Operationsdaten und Ergebnisse werden hier zentral erfasst und die Kliniken werden untereinander verglichen. Diese Studie ermöglicht nicht nur eine Bestimmung des eigenen Qualitätsstandards, sondern sie gibt erstmalig in großen Zahlen die Situation beim Magenkazinom in Deutschland wieder. Auch anhand dieser Ergebnisse lässt sich in Zukunft die Behandlung der Patienten optimieren.

  4. Qualitätssicherungsstudie zu sogenannten Single-Incision-Operationen am Abdomen. Hier werden laparoskopische Operationen nicht mehr über 3 oder 4 Hautinzisionen am Bauch durchgeführt, sondern nur über 1 Inzision. Im Rahmen der Studie werden die Sicherheit und die Erfolgsrate dieser neuen Operationsmethode analysiert. Die Studienleitung für dieses Projekt, an dem sich über 100 Kliniken in Deutschland beteiligen, liegt dabei bei Prof. Dr. Mantke am Hochschulklinikum in Brandenburg.