Geschichte

Ansicht des Klinikums von 1901... des Städtischen Klinikums Brandenburg

 

Am 1. Juli 1901 wurde das Städtische Krankenhaus am Marienberg der Öffentlichkeit übergeben. Nach Plänen des Berliner Baurates Schmieden wurde das Krankenhaus als roter Ziegelbau im Stile der norddeutschen Neo-Renaissance errichtet und hatte zunächst 150 Betten.

Durch den Fortschritt in der Medizin und durch die steigenden Einwohnerzahlen in der Stadt Brandenburg wurden in Folge immer wieder Erweiterungsbauten notwendig. 1927 wurde östlich vom Krankenhaus ein Zweiflügelneubau errichtet und in den Jahren 1937 bis 1939 wurde ein Verwaltungsgebäude und das Gartenhaus („Graue Haus“) errichtet.
 
Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Städtische Krankenhaus mit den „Aufgaben einer spezialisierten medizinischen Betreuung für einen größeren Bereich“ betraut und erhielt die Bezeichnung Bezirkskrankenhaus. Im selben Jahr wurden in der Außenstelle in Kirchmöser die Kliniken für Orthopädie, für Augen und für HNO errichtet.
In der Zeit des Bezirkskrankenhauses wurde 1970 das Kinderbettenhaus und 1975 das Gebäude für Laboratoriumsmedizin in weiteren Neubauten errichtet. Mitte der achtziger Jahre hatte das Bezirkskrankenhaus über 1000 Betten.
Nach der Wiedervereinigung kamen auf das Bezirkskrankenhaus, das seit 1992 „Städtisches Klinikum Brandenburg“ heißt und 1997 als Gesellschaft mit beschränkter Haftung in das Handelsregister eingetragen wurde, riesige Umstrukturierungsaufgaben zu. Seit 1990 konnten umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt werden und modernste Medizingerätetechnik, wie MRT und Linksherzkathetermessplatz bereitgestellt werden. 1994 zog die HNO in die Hochstraße und die Klinik für Neurochirurgie wurde gegründet. Das Krankenhaus erhielt einen Hubschrauberstandort, der mit der Vollendung des 1. Bauabschnittes 2002 direkt angebunden wurde.
Im Jahr 2002 konnte der Neubau-West als erster neuer Bauabschnitt in Betrieb genommen werden, mit einer Operationsabteilung mit 10 Sälen, einer Entbindungsabteilung mit benachbarter Neonatologie, einer neuen 18-Betten-Intensivmedizin, einer Rettungsstelle, den Instituten für Radiologie und für Pathologie, einem neuen Funktionstrakt für beide Innere Kliniken (Kardiologie, Endoskopie usw.), einer Zentralsterilisation und mit drei neuen Pflegestationen.

Die Außenstelle in Kirchmöser konnte mit dem Umzug der Kliniken für Augenheilkunde und Orthopädie in die Hochstraße 2003 außer Betrieb genommen werden.

Im November 2011 folgte die Fertigstellung und die Inbetriebnahme des Neubauprojektes Neubau Ost. Der 319 Betten fassende Neubau stellt auf drei Etagen den chirurgischen und orthopädischen Kliniken, der Inneren Medizin, der Urologie, der Augenambulanz, der HNO, dem Interdisziplinären Aufnahmezentrum sowie der Abteilung für Physiotherapie Räume zur Verfügung.

Mit dem Krankenhausneubau Ost wurden auch die Kliniken auf dem Kankenhausgelände neu strukturiert. Damit wird die Dezentralisierung verschiedener Krankenhausbereiche beendet, die noch vor wenigen Jahren über das gesamte Stadtgebiet verteilt waren.

Seit 2014 ist das Städtische Klinikum Brandenburg als Haus der Schwerpunktversorgung anerkannt.